Feldhockey_Zwicker
Fotocredits: worldsportpics/ Frank Uijlenbroek

Feldhockey

Olympischer Mannschaftssport für Männer und Frauen

Feldhockey ist ein olympischer Mannschaftssport für Männer und Frauen. Das Ziel des Spiels ist es, den Ball (aus hartem Kunststoff bestehend, 22,4 bis 23,5 cm Umfang, ca. 160 Gramm schwer) in das gegnerische Tor (2,14 m hoch, 3,66 m breit) zu schießen, wobei der Ball nur mit der linken, flachen Seite des an einem Ende gekrümmten Schlägers (aus Holz oder Kunststoff bestehend; ca. 90 cm lang, maximal 737 Gramm schwer, höchstens 5,1 cm breit) gespielt werden darf und der Torschuss von einem Spieler der angreifenden Mannschaft in dem markierten Schusskreis erfolgen muss. Der Schusskreis besteht aus zwei Viertelkreisen (Radius 14,63 m) um den linken und rechten Torpfosten sowie einer zur Torlinie parallelen Verbindungslinie. Das Spielfeld ist 91,40 Meter lang und 55 Meter breit. Im modernen Hockey, vor allem bei Länderspielen und allen bedeutenden Wettbewerben, wird auf Kunstrasen gespielt, der ab Ende der 70er Jahre das früher traditionelle Gras als Spielfelduntergrund abgelöst hat. Ein Hockeyspiel wird von zwei gleichberechtigten Schiedsrichtern geleitet.
Eine Feldhockeymannschaft besteht wie beim Fußball aus einem Torwart und zehn Feldspielern. Außerdem sind pro Team bis zu fünf Wechselspieler erlaubt, die bis auf kleine Einschränkungen (nicht nach einer von den Schiedsrichtern verhängten Strafecke) jederzeit und in beliebiger Häufigkeit wechseln dürfen (Interchanging-Regel).

Im Unterschied zu anderen Ballsportarten ist Hockey grundsätzlich ein körperloses Spiel. Das Regelwerk untersagt, einen Gegenspieler mit dem Körper oder dem Schläger abzudrängen oder ihm den Weg zum Ball aktiv zu versperren. Der Aspekt des „Gefährlichen Spiels“ nimmt im Regelwerk zum Schutz der Spieler einen hohen Stellenwert ein. Der Ball darf nicht mit dem Fuß oder der Hand oder anderen Körperteilen gespielt werden. Diese Rechte besitzt lediglich der mit einer Schutzausrüstung (Schienen, Kicker, Helm, Körper- und Handschutz) versehene Torwart, jedoch nur im zu verteidigenden Schusskreis. Regelverstöße werden mit Spielstrafen (Freischlag, Strafecke oder Siebenmeter) und persönlichen Strafen (Ermahnung, Zeitstrafe, Platzverweis) geahndet. 1996 wurde im Hockey die bis dahin ähnlich wie beim Fußball angewandte Abseitsregel ersatzlos gestrichen.
Ein Feldhockey-Spiel dauert zwei Mal 35 Minuten mit einer zehnminütigen Halbzeitpause. Im Jugendbereich und auf Turnieren wird auch kürzer gespielt.

Die sportlich bedeutendsten Veranstaltungen im Feldhockey sind die olympischen Hockeyturniere (seit 1908 bei den Herren, seit 1980 bei den Damen), die Weltmeisterschaften (seit 1971), die Champions Trophy (jährliches Turnier der sechs weltbesten Nationalmannschaften; seit 1978 bei den Herren, seit 1987 bei den Damen) und die Kontinentalmeisterschaften, die in Europa (Europameisterschaften seit 1970 bei den Herren; seit 1984 bei den Damen) genauso wie in Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien ausgetragen werden.

Feldhockey ist auf allen fünf Kontinenten verbreitet, wird von schätzungsweise vier Millionen Menschen betrieben und verfügt in 120 Ländern der Erde über einen nationalen Hockeyverband. Diese wiederum sind im Weltverband Federation Internationale de Hockey (FIH; 1924 gegründet) zusammengeschlossen.

Deutschland zählt neben den Niederlanden, Australien und den in früheren Jahren dominierenden asiatischen Ländern Indien und Pakistan zu den erfolgreichsten Hockey-Nationen der Welt. Die deutsche Herren-Nationalmannschaft wurde je zweimal Olympiasieger (1972, 1992) und Weltmeister (2002, 2006), die deutschen Damen zwei Mal Weltmeister (1976, 1981) und ein Mal Olympiasieger (2004). Der Deutsche Hockey-Bund (1909 gegründet; ca. 67.000 Mitglieder) gilt aufgrund der seit Jahrzehnten in großer Konstanz erzielten Medaillenplätze seiner Nationalmannschaften als sportlich erfolgreichster Ballsportverband Deutschlands. Die national höchste Spielklasse ist die Bundesliga (seit 1969 bei den Herren, seit 1980 bei den Damen).

Stand: Januar 2018

Die Grundlagen des Hockey-Sports zusammengestellt von DHB

'Hockey verstehen' mit Doppel-Olympiasieger Moritz Fürste

Der Hockey-Sport ist für alle Aktiven sehr eingängig und leicht nachzuvollziehen. Für Laien jedoch sind manche Regeln nicht so vertraut und nicht alltäglich. Achtet man beim Fußball penibel darauf, dass ein Einwurf korrekt mit beiden Armen hinter dem Kopf ausgeführt wird oder beim Handball der ausführende Spieler bei der Durchführung eines Freiwurfes steht, wundert sich der Laie spätestens bei der Hockey-Variante eines "Freistoßes" (Freischlag),
bei dem der gefoulte einfach so weiterdribbelt, als sei nichts gewesen. Auch Fernschüsse führen im Fußball oft zu Traumtoren. Im Hockey ist das undenkbar, da Tore ja nur innerhalb des Schusskreises erzielt werden können - oft auch nicht weniger schön.

Diese zwei kleinen Beispiele zeigen die Komplexität und die Einzigartigkeit des Hockey-Sports. Um diesen schönen Sport auch Einsteigern und denen, die es noch werden wollen, besser zugänglich zu machen, hat der DHB sieben kleine Filme zusammengestellt. Und wer könnte die Grundlagen des Hockey besser erklären, als der erfahrene Nationalspieler, Welt-/Europameister und 2-facher Olympiasieger, Moritz Fürste?

In den sieben Clips werden in den kommenden Wochen die folgenden Inhalte aufgeführt:

Folge 1 "Das Spiel"
Folge 2 "Die Ausrüstung"
Folge 3 "Wichtige Regeln I"
Folge 4 "Wichtige Regeln II"
Folge 5 "Die Spieltechnik"
Folge 6 "Die Strafecke"
Folge 7 "Die Aufstellung"

Seid gespannt und lasst euch überraschen!

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