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Die Niederlande schlagen Argentinien im Olympia-Finale mit 3:1

Oranje zum vierten Mal Olympiasieger

06. August 2021

Die niederländischen Damen sind ihrer Favoritenrolle im olympischen Hockeyturnier gerecht gewerden. Das Team der australischen Doppel-Olympiasiegerin Alison Annan bezwang Argentinien im Endspiel mit 3:1. Zuvor hatte Großbritannien im Kleinen Finale durch einen 4:3-Erfolg über Indien Bronze geholt.

Das Oranje-Team hatte von Beginn an im Endspiel von Tokio keinen Zweifel daran gelassen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Nach vorsichtigerem Beginn, mit einer verpassten Eckenchance durch van Maasakker und einer argentinischen Torchance aus dem Spiel heraus, ließen die Welt- und Europameisterinnen eine Zeitstrafe gegen Lauren Stam noch auslaufen, um dann mit Beginn des zweiten Viertels Fakten zu schaffen. Nunink und Verschoor sowie Matla per Ecke bleiben noch ohne Erfolg. 

Doch dann zahlte sich die Strafeckenstärke des Weltranglisten-Ersten aus. Geffen und zwei Mal van Maasakker brachten den Favoriten innerhab von nicht einmal sechs Minuten 3:0 in Führung. Argentiniens Hoffnung lebte etwas auf, als ihre Spezialistin Gorzelany direkt vor der Pause die erste Ecke der Las Leonas ebenfalls nutzte. Doch im dritten Viertel zeigte Oranje seine ganze Cleverness auch in der Defensive, ließ keine einzige Torchance oder Ecke der Südamerikanerinnen zu.

Erst im letzten Viertel konnten sich die Argentinierinnen noch zwei Ecken erarbeiten, die die holländische Defensive aber gut vereitelte. Eine Grüne Karte gegen Albertarrio in der Schlussphase war für ein letztes Aufbäumen der "Löwinnen" nicht zuträglich. So versammeln Niederlandes Damen jetzt alle Feldtitel, Europa-, Weltmeister, Pro League Champion und Olympiasieger, auf sich. Für Kapitänin Eva de Goede und Stürmerin Lidewij Welten ist es die dritte Goldmedaille bei der vierten Teilnahme, ergänzt durch Silber 2016 - eine beeindruckende Bilanz!

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Michelle Meister im Kleinen Finale als Unparteiische am Start

Das Kleine Finale am frühen Freitagmorgen fand mit deutscher Beteiligung statt. Olympia-Schiedsrichterin Michelle Meister wurde als Belohnung für eine starke Leistung beim olympischen Turnier für das Duell zwischen Großbritannien und Indien an der Seite der Südafrikanerin Michelle Joubert eingesetzt. Sie hatte einiges in der lebhaften Partie zu tun, die zu Beginn von den Britinnen klar beherrscht wurde, die auch durch Elena Rayer kurz nach der ersten Viertelpause in Führung gingen. Danach war auch Indien im Geschehen, vergab vor dem 0:2 durch Sarah Robertson zwei Ecken.

Dann war Indien plötzlich besser. Zwei Eckentore von Gurjit Kaur und ein Feldtor von Vandana Katariya innerhalb von vier Minuten stellte die Partie komplett auf den Kopf. Es war komplett offen: Hollie Pearne-Webb machte in der 35. Minuten den Ausgleich. Indien vergab vier weitere Eckenchancen, die Britinnen eine Ecke und zwei Hochkaräter aus dem Feld heraus. So war es eine Überzahlsituation im Schlussviertel mit einer Eckenserie für Großbritannien, die die Entscheidung durch Grace Balsdons Eckentor brachte. Indien hatte auch danach noch zwei weitere Ecken, aber konnte sich nicht mehr ins Penalty-Shootout retten.

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Golden Whistle für Michelle Meister

Im Anschluss an den Einsatz im Kleinen Finale der Spiele bekam Michelle Meister von FIH-Präsident Dr. Narinder Dhruv Batra persönlich ihre "Golden Whistle" überreicht. Diese erhielt sie für ihr 100. Länderspiel, das sie am 29. Juli mit der Vorrundenpartie zwischen Spanien und China leitete - ebenso wie drei andere SchiedsrichterInnen während dieses Olympischen Turniers.